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Tom Stoppard

‚Words, words. They’re all we have to go on.‘

Stoppard, Rosencrantz & Guildenstern Are Dead, Faber & Faber


Mit Tom Stoppard verliert die Welt einen seiner großen Kreativen. Er war eine persönliche wie literarische Bereicherung für jeden, der ihm oder dem Ergebnis seines Schaffens begegnet ist. Tom Stoppard hinterlässt zweifelsohne eine schmerzliche Lücke, jedoch keine Leere. Es bleiben Erinnerungen an einen wunderbaren, großherzigen und brillanten Menschen sowie sein facettenreiches literarisches Werk. Mit unbeirrbarer Leichtigkeit, feinstimmigem Humor und sprachlicher Finesse beleuchtet er darin stets dialoghaft die großen Themen des Seins.

Dass Arcadia im Old Vic in London gerade neu aufgeführt wird und auch eines seiner frühesten Stücke, Separatfrieden (A Separate Peace), jüngst in Österreich erstmals zu sehen war, deutet die Zeitlosigkeit und Wesentlichkeit an, die für Tom Stoppards Denken und Schreiben charakteristisch sind. Von seinen Einaktern bis hin zu seiner komplexen Trilogie Die Küste Utopias geht er im Dialog, den er als einzig wahres Vehikel dafür verstand, das Wagnis der Auseinandersetzung ein, ohne dabei der Heiterkeit verlustig zu gehen.

Der Austausch mit Tom Stoppard seit dessen erster persönlicher Begegnung mit Krista Jussenhoven 1987 im King’s Head Theatre in London, gleich nach ihrer Verlagsgründung, und die darauffolgende Zusammenarbeit waren ein Vergnügen und eine Ehre.

Mit großer Wehmut, Dankbarkeit und Bewunderung nehmen wir Anteil an der Trauer um Tom Stoppard, der seine Mitmenschen mit Witz und Tiefsinn zugleich einzigartig zu unterhalten vermochte.


JUSSENHOVEN & FISCHER
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